Warum gibt es so viele christliche Kirchen?
Es gibt so viele Kirchen auf der Welt, jede mit eigenen Traditionen, Ritualen und Glaubensüberzeugungen. Welcher sollten wir uns anschließen?
Katholisch, orthodox, baptistisch, lutherisch, methodistisch, presbyterianisch … Es gibt Dutzende großer christlicher Konfessionen, und viele Kirchen grenzen sich oft von anderen Kirchen ab, indem sie die Unterschiede in Ritualen und Glaubensinhalten hervorheben.
Ist es gut für das Christentum, verschiedene Kirchen zu haben, damit sich jeder der Kirche anschließen kann, die am besten zu ihm passt?
Die Spaltungen unter Christen begannen schon früh, in den Tagen des Apostels Paulus. Das schrieb er an die Gemeinde in Korinth.
12Es soll einige bei euch geben, die sagen: »Wir gehören zu Paulus«, während andere erklären: »Wir halten uns an Apollos!« Die Nächsten meinen: »Nur was Petrus1,12 Wörtlich: Kephas. – Das ist der hebräische Name für Petrus. sagt, ist richtig!«, und die letzte Gruppe behauptet schließlich: »Wir gehören allein zu Christus!«13Was soll das? Wollt ihr etwa Christus zerteilen? Bin denn ich, Paulus, für euch gekreuzigt worden? Oder wurdet ihr auf meinen Namen getauft?( 1. Korinther 1:12-13 )
Fragen wir uns also: Wurden etwa die Baptisten für uns ans Kreuz geschlagen? Oder seid ihr auf den Namen Luthers getauft worden?
Christen streiten in Debatten immer wieder über Einzelheiten von Ritualen, über die Definition der Dreieinigkeit, über den Namen Gottes, darüber, wer Apostel genannt werden darf … Viele Philosophen und Weise lesen die Bibel und streiten über die Bedeutung bestimmter Verse und Kapitel. Doch wohin kann uns unsere menschliche Weisheit führen?
20Was aber haben sie dann noch zu sagen, all die gebildeten Leute dieser Welt, die Kenner der heiligen Schriften und die Philosophen? Hat Gott ihre Weisheiten nicht als Unsinn entlarvt?( 1. Korinther 1:20 )
Unsere menschliche Weisheit und ein ausgeklügeltes Glaubenssystem helfen uns nicht – selbst wenn sie aus der Bibel herausgearbeitet wurden.
25Zu der Zeit betete Jesus: »Mein Vater, Herr über Himmel und Erde! Ich preise dich, dass du die Wahrheit über dein Reich vor den Klugen und Gebildeten verborgen und sie den Unwissenden enthüllt hast.( Matthäus 11:25 )
Jede christliche Konfession vertritt ihre eigenen Glaubenssätze und legt Regeln und Rituale fest, denen die Kirchen und ihre Leiter folgen sollen. Doch all das führt zu einem: zur Spaltung. Und wie wirkt es sich auf das Christentum aus, dass es getrennte Kirchen gibt?
25Jesus kannte ihre Gedanken und entgegnete: »Ein Staat, in dem verschiedene Herrscher um die Macht kämpfen, steht vor dem Untergang. Eine Stadt oder eine Familie, in der man ständig in Zank und Streit lebt, hat keinen Bestand.( Matthäus 12:25 )
Wenn wir auf einem Weg einem Ziel entgegengehen, schenken wir den Hindernissen auf unserem Weg nicht allzu viel Aufmerksamkeit. Wir konzentrieren uns nicht darauf, über die Hindernisse und die verschiedenen Möglichkeiten, mit ihnen umzugehen, zu diskutieren. Stattdessen behalten wir das Ziel im Blick und gehen weiter. Dasselbe gilt für Diskussionen darüber, wie man sich richtig bekreuzigt, wie die Taufe korrekt vollzogen wird und so weiter. Lassen wir nicht zu, dass solche Diskussionen uns trennen und vom Wesentlichen ablenken.
10Liebe Brüder und Schwestern, im Auftrag unseres Herrn Jesus Christus bitte ich euch eindringlich: Hört auf, euch zu streiten! Duldet keine Spaltungen in der Gemeinde, sondern steht fest zusammen und seid euch einig in dem, was ihr denkt und entscheidet!30Das gilt auch für euch. Dass ihr mit Jesus Christus verbunden seid, verdankt ihr allein Gott. Und mit ihm hat er euch alles geschenkt: Christus ist Gottes Weisheit für uns. Durch ihn haben wir Anerkennung vor Gott gefunden, durch ihn gehören wir zu Gottes heiligem Volk, und durch ihn sind wir auch von unserer Schuld befreit.1,30 Wörtlich: Christus Jesus ist uns zur Weisheit von Gott geworden, zur Gerechtigkeit, zur Heiligkeit/Heiligung und zur Erlösung.( 1. Korinther 1:10,30 )
Sollten wir uns dann also gar keiner Kirche anschließen? Nein. Wenn du dich einer Gemeinde anschließt, hilft dir das, durch die Predigt das Wort Gottes kennenzulernen.
21Denn Gott in seiner Weisheit hat es den Menschen unmöglich gemacht, mit Hilfe ihrer eigenen Weisheit Gott zu erkennen. Stattdessen beschloss er,1,21 Oder: Denn obwohl die Weisheit Gottes sich in der ganzen Schöpfung zeigt, haben die Menschen mit Hilfe ihrer eigenen Weisheit Gott nicht erkannt. Deshalb beschloss er. alle zu retten, die einer scheinbar so unsinnigen Botschaft glauben.( 1. Korinther 1:21 )
Denk daran: Die Kirche ist kein Gebäude, sondern die Kirche sind Menschen. Gottes Volk und Gottes Tempel.
16Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und dass Gottes Geist in eurer Mitte wohnt?( 1. Korinther 3:16 )
Als Gemeindemitglied musst du für dein eigenes Leben, dein Herz und deine Seele das richtige Fundament bewahren und sichern – Jesus Christus.
11Das Fundament, das bei euch gelegt wurde, ist Jesus Christus. Niemand kann ein anderes legen.( 1. Korinther 3:11 )
Und hüte dich davor, bestimmten Konfessionen oder einzelnen Leitern nachzulaufen. Verhalte dich nicht wie die Menschen dieser Welt.
4Wenn die einen unter euch sagen: »Wir gehören zu Paulus!«, und andere: »Wir halten uns an Apollos!«, dann benehmt ihr euch, als hätte Christus euch nicht zu neuen Menschen gemacht. 5Wer ist denn schon Apollos oder Paulus, dass ihr euch deshalb streitet? Wir sind doch nur Diener Gottes, durch die ihr zum Glauben gefunden habt. Jeder von uns hat lediglich getan, was ihm von Gott aufgetragen wurde. 6Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, aber Gott hat das Wachstum geschenkt. 7Es ist nicht so wichtig, wer pflanzt und wer begießt; wichtig ist allein Gott, der für das Wachstum sorgt.( 1. Korinther 3:4-7 )
Und achte stets darauf, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren – auf Christus Jesus, das wahre Ebenbild des einen und einzigen lebendigen Gottes.
21Merkt ihr, wie unsinnig es ist, einem bestimmten Menschen zu folgen und sich darauf auch noch etwas einzubilden?3,21 Wörtlich: Niemand soll mit Menschen prahlen. Euch gehört doch ohnehin alles: 22Paulus, Apollos und Petrus3,22 Wörtlich: Kephas. – Das ist der hebräische Name für Petrus., ja, die ganze Welt, das Leben wie der Tod, die Gegenwart wie die Zukunft – alles gehört euch! 23Ihr selbst aber gehört Christus, und Christus gehört Gott.( 1. Korinther 3:21-23 )
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