Wie folgen wir Gott? Wie will Gott, dass wir leben?
Im Laufe unseres Lebens, mit zunehmendem Alter, fragen wir uns oft, wie wir richtig leben und handeln sollen, wo wir das Glück und den wahren Sinn des Lebens suchen sollen. Weder teure Anschaffungen noch unsere Erfolge schenken uns echte Zufriedenheit …
Wir haben gehört, dass Jesus unser Leben rettet. Genügt das, oder müssen wir selbst tatsächlich etwas tun?
Die Bibel beschreibt den Weg einzelner Menschen und ganzer Völker vom Anfang der Zeit an und vermittelt uns ein recht gutes Bild davon, wer Gott ist, warum er uns geschaffen hat und was er von uns erwartet. Doch fangen wir am Anfang an.
Betrachten wir die Zehn Gebote aus dem Alten Testament, die Gott uns durch Mose gegeben hat. Die Zehn Gebote wurden den Menschen vor Tausenden von Jahren gegeben; sie sind kurz und einfach und bilden einen hervorragenden Anfang für alle, die wissen wollen, was Gott von uns möchte.
- Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
- Bete kein Bildnis von irgendetwas an …
- Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.
- Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst.
- Ehre deinen Vater und deine Mutter.
- Du sollst nicht töten.
- Du sollst nicht ehebrechen.
- Du sollst nicht stehlen.
- Du sollst nicht falsch Zeugnis reden gegen deinen Nächsten.
- Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
Bevor wir uns die einzelnen Gebote genauer ansehen, werfen wir einen Blick in jüngere Schriften, um zu hören, was Jesus Christus, der einzige Sohn des wahren Gottes, über diese Gebote sagt.
36»Lehrer, welches ist das wichtigste Gebot im Gesetz Gottes?« 37Jesus antwortete ihm: »›Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand.‹22,37 5. Mose 6,5 38Das ist das erste und wichtigste Gebot. 39Ebenso wichtig ist aber ein zweites: ›Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.‹22,39 3. Mose 19,18 40Alle anderen Gebote und alle Forderungen der Propheten sind in diesen beiden Geboten enthalten.«( Matthäus 22:36-40 )
Nach den Worten Jesu ist die Grundlage aller Gebote, die wir betrachten werden, die Liebe und Fürsorge für andere.
1. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Oder: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit deinem ganzen Verstand.
Im Lauf der Geschichte haben Menschen sich Götter aus Silber, Gold, Holz und Ton gemacht und sie mit aufwendigen Ritualen verehrt, wobei sie unschuldige Tiere und Menschen opferten, oft sogar Neugeborene … In der heutigen Zeit sind die verbreitetsten Götter oder Götzen Reichtum und Macht. Um diesen Götzen zu dienen, denken wir nur daran, wie wir noch mehr Geld oder Macht bekommen können, obwohl wir längst genug haben. Wir wenden uns davon ab, anderen zu helfen, und verlieren das Mitgefühl für unsere Freunde, unsere Nachbarn und Menschen in Not. Stattdessen sollten wir Gott an die erste Stelle setzen. Die Liebe an die erste Stelle.
37Wer seinen Vater oder seine Mutter, seinen Sohn oder seine Tochter mehr liebt als mich, der ist es nicht wert, mein Jünger zu sein. 38Und wer nicht bereit ist, sein Kreuz auf sich zu nehmen und mir nachzufolgen, der kann nicht zu mir gehören. 39Wer sich an sein Leben klammert, der wird es verlieren. Wer aber sein Leben für mich aufgibt, der wird es für immer gewinnen.«( Matthäus 10:37-39 )
Was bedeutet es, Gott zu lieben und ihn an die erste Stelle zu setzen? Wenn wir Gott in unserem Alltag nicht sehen und ihn nicht hören – wie können wir ihn dann lieben? Wo können wir Gott finden?
Aus dem Alten Testament ist unser Gott wohl schwerer zu verstehen, denn dort wurde seine Fürsorge für uns oft als eine sinnlose Ansammlung strenger Regeln und Verbote wahrgenommen. Doch Jesus kam auf die Erde, um uns das wahre Bild unseres Vaters, unseres Gottes, zu zeigen.
7Wenn ihr mich wirklich kennt, werdet ihr auch meinen Vater kennen. Ja, ihr kennt ihn schon jetzt und habt ihn bereits gesehen!«( Johannes 14:7 )
Um zu verstehen, wer Gott ist, müssen wir daher mehr über Jesus Christus erfahren – über sein Leben und seine Geschichte im Neuen Testament.
Was bedeutet es, Gott zu lieben?
15»Wenn ihr mich liebt, werdet ihr so leben, wie ich es euch geboten habe.( Johannes 14:15 )
Und genau das hat Jesus selbst getan. Um der Welt zu zeigen, dass er den Vater liebt, starb er am Kreuz, denn der Vater hatte ihn darum gebeten.
31aber die Welt soll erfahren, dass ich den Vater liebe. Deswegen werde ich das ausführen, was Gott mir aufgetragen hat.Und nun steht auf, wir wollen gehen!«( Johannes 14:31 )
Zeigen wir unsere Liebe zu Jesus, der auf die Erde kam, um Gott hier zu vertreten. Lernen wir aus seinen Taten, um den wahren Sinn der Liebe zu verstehen. Die Frucht einer solchen Liebe wird sein, dass wir seine Gebote halten.
7Meine Freunde! Lasst uns einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Wer liebt, ist ein Kind Gottes und kennt Gott.( 1. Johannes 4:7 )
2. Bete kein Bildnis von irgendetwas an
4Fertige dir keine Götzenstatue an, auch kein Abbild von irgendetwas am Himmel, auf der Erde oder im Meer. 5Wirf dich nicht vor solchen Götterfiguren nieder, bring ihnen keine Opfer dar! Denn ich bin der Herr, dein Gott. Ich dulde keinen neben mir! Wer mich verachtet, den werde ich bestrafen. Sogar seine Kinder, Enkel und Urenkel werden die Folgen spüren! 6Doch denen, die mich lieben und sich an meine Gebote halten, bin ich gnädig. Sie und ihre Nachkommen werden meine Liebe über Tausende von Generationen erfahren.( 2. Mose 20:4-6 )
Es ist sehr schwer, der Versuchung zu widerstehen, etwas anzubeten, das wir mit eigenen Augen sehen. Abgesehen davon, dass wir Götzenbilder anfertigen, verneigen wir uns gern vor Heiligenbildern und küssen Gemälde von Jesus Christus und seiner Mutter Maria. Das führt uns zu einer falschen Vorstellung davon, wer Gott ist … Unser Gott ist nicht jenes Bild in der Kirche, das verbrennen oder gestohlen werden kann. Gott ist weder die Bibel noch die Tora, noch der Koran, noch irgendein anderes Buch oder eine andere Schrift.
Wenn wir unsere Liebe, unseren Glauben und unsere Hoffnung auf ein Bild von etwas setzen, stirbt unsere Hoffnung, sobald dieses Bild verschwindet. Wir vergessen, dass niemand Gott je gesehen hat. Niemand weiß, wie Jesus Christus aussah. Wenn das äußere Erscheinungsbild Jesu so wichtig wäre, hätte Gott uns dann nicht in der Bibel eine genaue Beschreibung von ihm gegeben? …
In Wirklichkeit sah Jesus wohl kaum so aus wie auf irgendeinem der Bilder, die wir von ihm kennen. Denn an seiner Erscheinung war nichts Besonderes … Jesus sollte nicht an seinem Äußeren erkannt und in Erinnerung behalten werden. Hier ist die Beschreibung des kommenden Messias durch den Propheten Jesaja.
2Gott ließ seinen Diener emporwachsen wie einen jungen Trieb aus trockenem Boden. Er war weder stattlich noch schön. Nein, wir fanden ihn unansehnlich, er gefiel uns nicht!( Jesaja 53:2 )
Gott will nicht, dass wir irgendwelche Bilder von irgendetwas anbeten. Vielmehr möchte er, dass wir wissen: Gott ist Liebe, und Gott kann in uns wohnen. Wir brauchen weder Dinge zu besitzen noch Bilder zu sehen, um mit ihm zu reden und bei ihm zu sein. Arme und Reiche, Gesunde und Menschen mit Behinderung – alle haben den gleichen Zugang zu Gott.
8Wer aber nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.( 1. Johannes 4:8 )
16Wir haben erkannt, dass Gott uns liebt, und wir vertrauen fest auf diese Liebe. Gott ist Liebe, und wer in dieser Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.( 1. Johannes 4:16 )
Wir laden Gott ein, für immer bei uns zu sein, und nichts kann uns von ihm trennen.
3. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen
7Du sollst meinen Namen nicht missbrauchen, denn ich bin der Herr, dein Gott! Ich lasse keinen ungestraft, der das tut!( 2. Mose 20:7 )
Der „Name“ bedeutet hier das Bild und den Ruf. Es ist sehr leicht, den Herrn, unseren Gott, falsch zu deuten und misszuverstehen. Wenn wir immer wieder Sätze hören wie „Ich schwöre bei Gott …“, „Oh mein Gott, das ist …“, „Gott hat mir das angetan …“ oder „Gott ist eine Lüge aus Märchen“, oder wenn wir selbst Gottes Namen missbrauchen – und sei es nur gedankenlos dahingesagt –, verlieren wir das Bewusstsein für den heiligen und mächtigen Gott. Und damit verlieren wir auch die Hoffnung, ihn zu finden.
12Wenn ihr bei meinem Namen schwört, sollt ihr ihn nicht durch einen Meineid entweihen. Ich bin der Herr, euer Gott.( 3. Mose 19:12 )
4Der Herr, der allmächtige Gott, kündigt euch an: ›Ich schicke diesen Fluch in die Häuser der Diebe und zu allen, die bei meinem Namen falsch schwören. Er lastet auf ihren Häusern, er zerfrisst die Balken und Steine, bis alles in sich zusammenfällt.‹«( Sacharja 5:4 )
4. Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst
Was wissen wir aus der Bibel über den Sabbat?
12Ich setzte auch den Sabbat20,12 Wörtlich: meine Sabbate. – Gemeint sind hier und im Rest des Kapitels evtl. auch die besonderen Feiertage, an denen keine Arbeit verrichtet werden durfte, sowie das landwirtschaftliche Ruhejahr. als Ruhetag ein; er war das Zeichen meines Bundes mit ihnen. Daran sollten sie erkennen, dass ich der Herr bin, der sie zu seinem heiligen Volk macht.( Hesekiel 20:12 )
22Tragt an diesem Tag auch nichts aus euren Häusern, verrichtet am Sabbat keine Arbeit, sondern ehrt ihn als einen Tag, der mir allein geweiht ist. So habe ich es euren Vorfahren befohlen, 23aber sie gehorchten mir nicht, ja, sie hörten nicht einmal hin! Sie haben sich stur gestellt und wollten sich nichts sagen lassen.24Ich, der Herr, verspreche euch: Wenn ihr wirklich auf mich hört und am Sabbat keine Lasten durch die Tore dieser Stadt bringt, wenn ihr diesen Tag als heilig achtet und keine Arbeit verrichtet,( Jeremia 17:22-24 )
Und dies.
13Achtet den Sabbat als einen Tag, der mir geweiht ist und an dem ihr keine Geschäfte abschließt! Er soll ein Feiertag für euch sein, auf den ihr euch freut. Entweiht ihn nicht durch eure Arbeit, durch Geschäfte oder leeres Geschwätz! Achtet ihn vielmehr als einen Tag, der mir, dem Herrn, gehört.( Jesaja 58:13 )
Der Sabbat wurde uns gegeben, damit wir von unserem Alltag ausruhen, uns keine Sorgen um Dinge oder anstehende Arbeit machen und unseren Kopf von der Last dieser Welt befreien … Doch wir haben den Sabbat sicherlich seit Tausenden von Jahren missbraucht … Das Gebot, das uns helfen sollte, die Lasten von unserem Geist abzuladen und den Weg zu Gott frei zu machen, wurde von Menschen dazu benutzt, andere zu bestrafen.
7Die Schriftgelehrten und Pharisäer beobachteten aufmerksam, wie Jesus sich verhalten würde. Sollte er es nämlich wagen, auch am Sabbat zu heilen, so könnten sie Anklage gegen ihn erheben.( Lukas 6:7 )
Wie oben erwähnt, ist dies kein Tag, an dem wir Vorteile für uns selbst oder für unser Geschäft suchen. Und was sollen wir tun, wenn jemand an einem Tag, an dem man nicht arbeiten darf, unsere Hilfe braucht?
9Nun wandte sich Jesus an die Pharisäer und Schriftgelehrten: »Ich will euch etwas fragen: Soll man am Sabbat Gutes tun oder Böses? Soll man das Leben eines Menschen retten oder soll man ihn zugrunde gehen lassen?«( Lukas 6:9 )
10Jesus sah einen nach dem anderen an. Schließlich sagte er zu dem Mann: »Streck deine Hand aus!« Er tat es, und die Hand war gesund.( Lukas 6:10 )
Halten wir den Samstag als einen Tag, an dem wir nicht arbeiten und keinen Vorteil für uns selbst suchen. Doch selbst am Samstag wollen wir uns nicht vor Arbeit scheuen, wenn sie einem anderen hilft.
5. Ehre deinen Vater und deine Mutter
Je älter wir werden, desto kleiner werden die Rolle und der Anteil unserer Eltern in unserem Leben. Jetzt, da wir älter geworden sind, verstehen wir besser, dass unsere Eltern eigentlich recht hatten, wenn sie uns etwas beibrachten – doch wir brauchen die Jahre des Altersunterschieds zwischen ihnen und uns, um das zu begreifen. Und nun, da sie älter werden, fällt es ihnen immer schwerer zu gehen, zu schlafen und sogar zu atmen, und das Lachen ihrer Kinder, das sie so gern hörten, ist zusammen mit den Kindern aus ihrem Haus ausgezogen. Und wir sind immer noch Jahre davon entfernt, ihren Kummer zu verstehen.
Gott liebt uns, aber er liebt auch unsere Eltern und möchte, dass es ihnen gut geht. Helfen wir ihm also und schenken wir denen ein wenig Liebe, die uns ihre Liebe so großzügig geschenkt haben, und helfen wir ihnen, ihr Alter wenigstens ein wenig aufzuhellen – ein Alter, das wir selbst bald erreichen werden.
8Wer sich aber weigert, seine Angehörigen zu versorgen – vor allem die eigenen Familienmitglieder –, der verleugnet damit den Glauben; er ist schlimmer als einer, der von Gott nichts wissen will.( 1. Timotheus 5:8 )
6. Du sollst nicht töten
Dem können wir nicht viel hinzufügen, außer dass wir nicht nur körperlich, sondern auch geistlich nicht töten sollen. Stattdessen sollen wir unsere Nächsten lieben, ebenso wie unsere Feinde, sie ermutigen und ihnen helfen, erfolgreich zu sein.
7. Du sollst nicht ehebrechen
Hier zitieren wir Jesus selbst.
27»Ihr wisst, dass es heißt: ›Du sollst nicht die Ehe brechen!‹5,27 2. Mose 20,14 28Doch ich sage euch: Schon wer eine Frau mit begehrlichen Blicken ansieht, der hat im Herzen mit ihr die Ehe gebrochen.29Wenn dich also dein rechtes Auge zur Sünde verführt, dann reiß es heraus und wirf es weg! Besser, du verlierst eins deiner Glieder, als dass du unversehrt in die Hölle geworfen wirst. 30Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt, so hack sie ab und wirf sie weg! Es ist besser, verstümmelt zu sein, als unversehrt in die Hölle zu kommen.«( Matthäus 5:27-30 )
Und den Apostel Paulus.
3Gott will, dass ihr ganz und gar ihm gehört. Hütet euch deshalb vor einem sexuell unmoralischen Leben. 4Jeder von euch soll lernen, seinen Körper unter Kontrolle zu haben, so wie es Gott gefällt und in den Augen der Menschen anständig ist.4,4 Wörtlich: Jeder von euch soll sein eigenes Gefäß in Heiligkeit und in Ehren halten. – Nach einer anderen Deutung ist mit »Gefäß« die Ehefrau gemeint, mit welcher der Mann gottgefällig und rücksichtsvoll zusammenleben soll. 5Ungezügelte Leidenschaft ist ein Kennzeichen der Menschen, die Gott nicht kennen. 6Keiner von euch darf seine Grenzen überschreiten und seinen Mitmenschen mit dessen Ehepartner betrügen. Denn wir haben es euch bereits mit allem Nachdruck gesagt: Wer so etwas tut, wird in Gott einen unbestechlichen Richter finden.( 1. Thessalonicher 4:3-6 )
8. Du sollst nicht stehlen
Stiehl nichts. Stiehl niemandem den Freund oder die Freundin. Stiehl niemandem das Recht auf Freiheit, auf einen Platz unter dem Himmel …
Halte den Lohn dessen, den du angestellt hast, nicht zurück.
13Unterdrückt und beraubt einander nicht! Wenn ihr jemanden tageweise beschäftigt, müsst ihr ihm jeden Abend seinen Lohn auszahlen.( 3. Mose 19:13 )
Und denke daran.
2Unrecht erworbener Besitz ist zu nichts nütze, aber Ehrlichkeit rettet vor dem Verderben.( Sprüche 10:2 )
10auch kein Dieb, kein Habgieriger, kein Trinker, kein Verleumder oder Räuber.( 1. Korinther 6:10 )
9. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden gegen deinen Nächsten
Oder kurz gesagt: Lüge nicht … Es kann vorkommen, dass wir meinen, jemand habe offensichtlich etwas Falsches getan, und dann unseren Worten mehr hinzufügen, als wir tatsächlich gesehen oder gehört haben – und so das Leben eines Menschen zerstören. Davor warnt uns Gott.
18Wer gegen seinen Mitmenschen falsch aussagt, der richtet so großen Schaden an wie ein Knüppel, ein Schwert oder ein spitzer Pfeil.( Sprüche 25:18 )
9Wer als Zeuge einen Meineid schwört, kommt nicht ungeschoren davon – er hat sein Leben verspielt.( Sprüche 19:9 )
25Belügt einander also nicht länger, sondern sagt die Wahrheit. Wir sind doch als Christen die Glieder eines Leibes, der Gemeinde von Jesus.( Epheser 4:25 )
1»Verbreite kein falsches Gerücht! Weißt du aber sicher, dass jemand Unrecht getan hat, dann darfst du ihn nicht durch eine falsche Aussage entlasten.( 2. Mose 23:1 )
10. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst
Im Alten Testament sehen wir eine einfache Sicht dieses Gebots.
17Du sollst nicht begehren, was deinem Mitmenschen gehört: weder sein Haus noch seine Frau, seinen Knecht oder seine Magd, Rinder oder Esel oder irgendetwas anderes, was ihm gehört.«( 2. Mose 20:17 )
18Räche dich nicht und sei nicht nachtragend! Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst! Ich bin der Herr.( 3. Mose 19:18 )
Doch wie wir bereits von Jesus wissen, ist dieses Gebot die Grundlage des Gesetzes, woran auch Paulus erinnert.
14Denn wer dieses eine Gebot befolgt: »Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!«5,14 3. Mose 19,18, der hat das ganze Gesetz erfüllt.( Galater 5:14 )
Man kann dieses Gebot kaum überschätzen. Und zugleich ist es schwer, es zu erfüllen. Achten wir auf die Menschen um uns herum. Wenden wir uns nicht von denen ab, die Hilfe brauchen. Es ist ein Segen, anderen in Not helfen zu können.
Es liegt in unserer Natur, auf die Reichtümer dieser Welt zu schauen. Die Nachrichten dieser Welt drehen sich um erfolgreiche, reiche Menschen, um Aktien und Märkte … Ihnen nachzujagen bringt uns Unruhe, Neid und Ungeduld und laugt uns aus. Und dort sind auch nicht unsere Nächsten. Unsere Nächsten kommen nicht in den Nachrichten vor. Oft sind es die Armen, die für das Essen, das sie bekommen, wirklich dankbar sind, denn sie bekommen nicht viel davon. Sie danken Gott für einen weiteren Lebenstag ihres sterbenden Kindes. Sie loben Gott für einen neuen Freund, denn die Menschen meiden sie oft. Sie freuen sich über ein einziges ermutigendes Wort, denn davon bekommen sie nicht viele im Gefängnis, in dem manche von ihnen sitzen. Denn unser Gott ist bei diesen Menschen – und ebenso bei denen, die sich um die Menschen um sich herum kümmern.
17Wer den Armen etwas gibt, leiht es dem Herrn, und der Herr wird es reich belohnen.( Sprüche 19:17 )
Unseren Nächsten in Not zu helfen ist das, was die Leere in uns füllt. Und genau das bringt uns Gott näher.
Schauen wir uns um. Wir sehen Arbeitskollegen, Familienangehörige, unsere Nachbarn, arme Menschen auf der Straße. Wenn wir diesen Menschen um uns herum helfen, helfen wir Gott.
35Denn als ich hungrig war, habt ihr mir zu essen gegeben. Als ich Durst hatte, bekam ich von euch etwas zu trinken. Ich war ein Fremder bei euch, und ihr habt mich aufgenommen. 36Ich hatte nichts anzuziehen, und ihr habt mir Kleidung gegeben. Ich war krank, und ihr habt für mich gesorgt. Ich war im Gefängnis, und ihr habt mich besucht.‹37Dann werden sie, die nach Gottes Willen gelebt haben, fragen: ›Herr, wann bist du denn hungrig gewesen, und wir haben dir zu essen gegeben? Oder durstig, und wir gaben dir zu trinken? 38Wann warst du als Fremder bei uns, und wir haben dir Gastfreundschaft gewährt? Und wann hattest du nichts anzuziehen, und wir haben dir Kleider gebracht? 39Wann warst du denn krank oder im Gefängnis, und wir haben dich besucht?‹40Der König wird ihnen dann antworten: ›Das will ich euch sagen: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder oder für eine meiner geringsten Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan!‹( Matthäus 25:35-40 )
12»Behandelt die Menschen stets so, wie ihr von ihnen behandelt werden möchtet. Denn das ist die Botschaft des Gesetzes und der Propheten.«( Matthäus 7:12 )
27»Euch aber, die ihr mir wirklich zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde und tut denen Gutes, die euch hassen.( Lukas 6:27 )
Das sind die Zehn Gebote, die zehn einfachen Weisungen, die Gott uns vor langer Zeit gegeben hat. Sie kommen von dem, der uns liebt und für uns sorgt. Die Zehn Gebote sind ein guter Anfang, um ihnen schon jetzt zu folgen und tiefer zu verstehen, wer Christus ist, der uns den wahren Sinn des Gesetzes und ein Leben ohne Sünde gezeigt hat.
Wir empfehlen sehr, das Evangelium in der Bibel zu lesen, das vom Leben, Sterben und der Auferstehung Jesu Christi und von seinem irdischen Leben berichtet.
Und unten finden sich einige Zitate aus dem Alten und dem Neuen Testament, die uns helfen können, unser Leben noch besser auszurichten.
9Wer über das hinausgeht, was Christus uns gelehrt hat, der wendet sich von Gott ab. Nur wer sich an die Lehre von Christus hält, bleibt mit dem Vater und mit dem Sohn verbunden.( 2. Johannes 1:9 )
14Weil ihr Gottes Kinder seid, gehorcht ihm und lebt nicht mehr wie früher, als ihr euch von euren Leidenschaften beherrschen ließt und Gott noch nicht kanntet. 15Der heilige Gott hat euch schließlich dazu berufen, ganz zu ihm zu gehören. Nach ihm richtet euer Leben aus!( 1. Petrus 1:14-15 )
11Achtet darauf, ein geregeltes Leben zu führen. Kümmert euch um eure eigenen Angelegenheiten und sorgt selbst für euren Lebensunterhalt, so wie wir es euch schon immer aufgetragen haben. 12Auf diese Weise lebt ihr nicht auf Kosten anderer, und die Menschen außerhalb der Gemeinde werden euch achten.( 1. Thessalonicher 4:11-12 )
Eines der schwierigsten Dinge ist es zu verstehen, wofür unser Reichtum eigentlich da ist …
13Aber der Herr, der allmächtige Gott, hat das letzte Wort: Was Völker mühsam errichtet haben, hat keinen Bestand – ihre Bauwerke werden ein Raub der Flammen!14Wie das Wasser die Meere füllt, so wird die Erde einmal erfüllt sein von der Erkenntnis der Herrlichkeit des Herrn.( Habakuk 2:13-14 )
7Denn wir sind ohne Besitz auf diese Welt gekommen, und genauso werden wir sie auch wieder verlassen. 8Wenn wir zu essen haben und uns kleiden können, sollen wir zufrieden sein. 9Wie oft erliegen Menschen, die unbedingt reich werden wollen, den Versuchungen des Teufels, wie oft verfangen sie sich in seinen Netzen! Solche unsinnigen und schädlichen Wünsche stürzen die Menschen in den Untergang und ins Verderben. 10Denn alles Böse erwächst aus der Habgier. Schon so mancher ist ihr verfallen und ist dadurch vom Glauben abgekommen. Wie viel Not und Leid hätte er sich ersparen können!( 1. Timotheus 6:7-10 )
Sei demütig und halte nicht zu viel von dir selbst.
6Wenn du vor dem König stehst, dann spiel dich nicht auf und beanspruche keinen Platz unter den höchsten Gästen! 7Denn es ist besser, du hältst dich bescheiden zurück und wirst dann zu einem Ehrenplatz geführt, als dass du ihn für einen anderen räumen musst, der bedeutender ist als du!Wenn du etwas Verdächtiges gesehen hast,( Sprüche 25:6-7 )
27Zu viel Honig ist nicht gut – genauso wie das Streben nach eigener Ehre25,27 Oder nach der griechischen Übersetzung: genauso spare mit anerkennenden Worten. – Der hebräische Text ist nicht sicher zu deuten.!( Sprüche 25:27 )
2»Du Mensch, ist das Holz eines Weinstocks etwa besser als das der anderen Bäume, die im Wald wachsen? Wozu ist es denn zu gebrauchen? 3Kann man irgendetwas daraus herstellen? Oder kann man es wenigstens als Pflock in eine Wand schlagen, um allerlei Werkzeuge daran aufzuhängen? 4Nein! Das Holz einer Weinranke taugt einzig und allein als Brennholz! Wenn die Flammen die beiden Enden der Ranke verzehrt haben und sie auch in der Mitte schon versengt ist, ist sie dann noch zu etwas nütze? 5Natürlich nicht. Schon als sie noch nicht verbrannt war, konnte man nichts mit ihrem Holz anfangen – wie viel weniger, wenn das Feuer sie nun verkohlt hat!( Hesekiel 15:2-5 )
6Aber was Gott uns schenken will, ist noch viel mehr. Darum heißt es auch: »Die Hochmütigen weist Gott von sich; aber er wendet denen seine Liebe zu, die wissen, dass sie ihn brauchen.«4,6 Sprüche 3,347Unterstellt euch Gott und widersetzt euch dem Teufel. Dann muss er von euch fliehen. 8Sucht die Nähe Gottes, dann wird er euch nahe sein. Wascht die Schuld von euren Händen, ihr Sünder, und gebt euch Gott von ganzem Herzen hin, ihr Unentschiedenen!( Jakobus 4:6-8 )
14Außerdem, ihr Lieben, weist die zurecht, die ihr Leben nicht ordnen. Baut die Mutlosen auf, helft den Schwachen und bringt für jeden Menschen Geduld und Nachsicht auf.15Keiner von euch soll Böses mit Bösem vergelten; bemüht euch vielmehr darum, einander wie auch allen anderen Menschen Gutes zu tun.18Dankt Gott, ganz gleich wie eure Lebensumstände auch sein mögen.All das erwartet Gott von euch, und weil ihr mit Jesus Christus verbunden seid, wird es euch auch möglich sein.( 1. Thessalonicher 5:14,15,18 )
13Liebe Brüder und Schwestern, werdet nicht müde, Gutes zu tun!( 2. Thessalonicher 3:13 )
16Sechs Dinge sind dem Herrn verhasst, und auch das siebte verabscheut er:6,16 Es handelt sich um einen sogenannten »Zahlenspruch«: Verschiedene Beispiele werden zusammengestellt und an ein bestimmtes Zahlenschema gebunden.17Augen, die überheblich blicken;eine Zunge, die Lügen verbreitet;Hände, die unschuldige Menschen töten;18ein Herz, das finstere Pläne schmiedet;Füße, die schnell laufen, um Böses zu tun;19ein Zeuge, der falsche Aussagen macht;ein Mensch, der Freunde gegeneinander aufhetzt.( Sprüche 6:16-19 )
22»Durch die Augen fällt das Licht in deinen Körper. Wenn sie klar sehen, bist du ganz und gar vom Licht erfüllt.( Matthäus 6:22 )
3Denn es wird eine Zeit kommen, in der die Menschen von der gesunden Lehre nichts mehr wissen wollen. Sie werden sich nach ihrem eigenen Geschmack Lehrer aussuchen, die ihnen nur nach dem Munde reden.( 2. Timotheus 4:3 )
9Wo es törichte Auseinandersetzungen gibt und man völlig sinnlos über Abstammungslinien und Geschlechtsregister streitet, da hast du nichts zu suchen. Beteilige dich nicht an dem Gezänk darüber, wie das jüdische Gesetz auszulegen ist. Das führt zu nichts und hat gar keinen Wert.( Titus 3:9 )
2Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt.( Römer 12:2 )
5Deshalb setzt alles daran, dass euer Glaube sich in einem vorbildlichen Leben auswirkt. Ein solches Leben wird dazu führen, dass ihr Gott immer besser kennen lernt. 6Daraus entsteht immer größere Selbstbeherrschung, die zu wachsender Ausdauer führt, und aus der wiederum erwächst wahre Liebe zu Gott. 7Wer Gott liebt, wird auch seine Brüder und Schwestern lieben, und schließlich werden alle Menschen diese Liebe zu spüren bekommen.( 2. Petrus 1:5-7 )
15Liebt nicht diese Welt und hängt euer Herz nicht an irgendetwas, das zu dieser Welt gehört. Denn wer die Welt liebt, kann nicht zugleich Gott, den Vater, lieben. 16Was gehört nun zum Wesen dieser Welt? Selbstsüchtige Wünsche, die Gier nach allem, was einem ins Auge fällt, das Prahlen mit Wohlstand und Macht. All dies kommt nicht von Gott, unserem Vater, sondern gehört zur Welt. 17Die Welt aber mit ihrer Unersättlichkeit wird vergehen. Nur wer tut, was Gott will, wird ewig leben.( 1. Johannes 2:15-17 )
Und denkt daran: Was immer ihr tut, tut es mit Gott in euren Herzen.
1Ein Lied von Salomo für Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen.Wenn der Herr nicht das Haus baut,dann ist alle Mühe der Bauleute umsonst.Wenn der Herr nicht die Stadt bewacht,dann wachen die Wächter vergeblich.2Ihr steht frühmorgens aufund gönnt euch erst spät am Abend Ruhe,um das sauer verdiente Brot zu essen.Doch ohne Gottes Segen ist alles umsonst!Denen, die er liebt, gibt Gott alles Nötige im Schlaf!127,2 Oder: Denen, die er liebt, gibt Gott (den nötigen) Schlaf!( Psalm 127:1-2 )
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